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allergie

Allergien

Unter einer Allergie versteht man eine spezifische Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe aus unserer Umwelt, die unser Abwehrsystem ähnlich wie die Bestandteile eines Krankheitserregers attackiert.

Im Unterschied zu der normalen Reaktion auf einen Krankheitserreger ist die Immunantwort auf ein Allergen jedoch überschießend, was sich in typischen, oft mit entzündlichen Prozessen einhergehenden Symptomen äußert.

Grund hierfür ist, dass sich bestimmte Atome des Allergens in einer Kreuzreaktion an Rezeptorproteine von Immunzellen anlagern und so die entzündliche Abwehrreaktion auslösen können.

Nickelallergie

Nickel ist das mit Abstand häufigste Kontaktallergen und Allergieursache Nummer eins.

nickelallergie

In Österreich sind ca. 10 bis 15 % aller Frauen und ca. 3 % aller Männer von einer Nickelallergie betroffen.

Nahezu alle in der Kieferorthopädie verwendeten Drähte, Bänder oder Brackets bestehen aus Legierungen, die Nickel zwar in gesundheitlich unbedenklichen, aber dennoch geringen Mengen enthalten.

Selbst in den sogenannten nickelfreien Drähten findet man Spuren dieses Metalls.

In einer von Prof. Dr. Christiane Bayerl an den Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden durchgeführten klinischen Studie konnte kein erhöhtes Sensibilisierungsrisiko durch das Tragen einer Zahnspange nachgewiesen werden.

Typische extraorale (außerhalb des Mundes auftretende) Symptome einer Nickelallergie nach der Eingliederung einer kieferorthopädischen Apparatur sind entzündete und eingerissene Lippen sowie Ekzeme im Gesicht und an den Extremitäten.

Typische intraorale (im Mund auftretende) Symptome einer allergischen Reaktion sind äußerst selten feststellbar. Mitunter zeigt sich eine Rötung oder Schwellung der Wangenschleimhaut.

Besteht der begründete Verdacht auf eine Nickelallergie, überweisen wir unsere Patienten vor Behandlungsbeginn zum jeweiligen Hausarzt. Dort erfolgt ein harmloser Epicutan- oder Pflastertest.

Bei nachgewiesener Nickelallergie führen wir die Behandlung mit nickelfreien Keramik- oder Titan-Brackets durch und verwenden spezielle antiallergene Bögen mit Kunststoffüberzug.

Latexallergie

latexallergie

Ungefähr 2 % der österreichischen Bevölkerung leiden an einer Latexallergie, deren typische Symptome Juckreiz, Hautrötungen und Bläschenbildung sind.

Latex wird aus dem Milchsaft der tropischen Kautschukbäume gewonnen. Der Milchsaft enthält fadenförmige Polyisoprenmoleküle und wasserlösliche pflanzliche Proteine, welche bei Hautkontakt die oben beschriebenen Symptome auslösen können.

Besteht der Verdacht auf eine Latexallergie, sollte deshalb der direkte Hautkontakt mit allen Latexprodukten vermieden werden.
Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements verwenden wir in unserer Ordination ausschließlich latexfreie Handschuhe und Ligaturen.